Kennzahl 50/01-389/20198

HeaderBild

5 Projektassistent_innen (PraeDoc)

30 Wochenstunden | befristet für die Dauer von 3 Jahren

Die Technische Universität Wien – kurz: TU Wien – liegt im Herzen Europas, an einem Ort kultureller Vielfalt und gelebter Internationalität. Hier wird seit über 200 Jahren im Dienste des Fortschritts geforscht, gelehrt und gelernt. Die TU Wien zählt zu den erfolgreichsten Technischen Universitäten in Europa und ist mit über 30.000 Studierenden und rund 5.000 Mitarbeiter_innen Österreichs größte naturwissenschaftlich-technische Forschungs- und Bildungseinrichtung.
Vernetzte industrielle Produktionen brauchen geeignete System-Architekturen, die gleichermaßen Safety (vom Betrieb des Systems darf keine Gefahr ausgehen) und Security (Schutz gegenüber unbefugter Manipulation) berücksichtigen. Im Rahmen des neu gegründeten "TÜV AUSTRIA Security in Industry - Research Lab" werden Fragestellungen zu diesem Thema im Rahmen von Dissertationsprojekten erforscht.

Ab Jänner 2020 sollen folgende Projektassistent_innen für die nachfolgenden Projekte besetzt werden:
 
Projekt - Kennung PhD1) Institut für Computertechnik – Forschungsbereich Software-intensive Systems: Ziel der Dissertation ist der Entwurf einer „Safety und Security integrierten IT/OT-Architektur“, die eine sicherheitstechnische Integration der unterschiedlichen Ebenen der Automatisierungspyramide ermöglicht. Für das Vorhaben relevante Themen betreffen dabei die Einbindung/Kapselung von Legacy-Komponenten, Netzwerksicherheit (Netzwerksegmentierung, Herausforderungen bei ad-hoc Vernetzungen), hierarchische Sicherheitsarchitekturen (defense in depth), Sicherheit versus Echtzeit, Herausforderungen begrenzter Ressourcen der automatisierungstechnischen Systeme, Skalierbarkeit und Resilienz sowie das Management von Schlüsseln und Zertifikaten. Daraus abgeleitet sollen eine Referenzarchitektur und Empfehlungen für deren Umsetzung entwickelt und prototypisch umgesetzt werden.
 
Projekt - Kennung PhD2) Institut Computer Engineering – Forschungsbereich Automation Systems: Im Rahmen des Dissertationsvorhabens „SafeSecSystem Modeling“ sollen Angriffsziele im automatisierungstechnischen Umfeld identifiziert und Attacken unter Berücksichtigung der funktionalen Sicherheit und Resilienz modelliert werden. Zu klären gilt es unter anderem, welche Daten in welcher Form, zu welchem Zeitpunkt, welchen Komponenten bereitgestellt werden unter dem besonderen Aspekt der Maschine-zu-Maschine Kommunikation. Das Bedrohungsmodell soll Angriffsvektoren für schützenswerte Assets (z.B. Anlagen, Geräte) inkludieren. Methoden aus dem IT Threat Modelling sollen dabei angepasst und mit dem Referenzarchitekturmodell „Industrie 4.0“ in Einklang gebracht werden. Aus dem Bedrohungsmodell soll letztlich ein im industriellen Kontext anwendbarer Grundschutzkatalog entwickelt werden, um Systemarchitekturen zu bewerten.
 
Projekt - Kennung PhD3) Institut Telecommunications – Forschungsbereich Networks: Neue unbekannte Angriffsverfahren und die Ausnutzung von Zero-Day Exploits lassen sich mit proaktiven Sicherheitsmaßnahmen nicht verhindern. Ziel der Arbeit ist es Angriffsvorbereitungen und laufende Angriffe, sowie deren Auswirkungen in Industrienetzen zu erkennen. Dazu sollen Anomalien im Netzwerkverkehr erkannt werden und die netzwerkbasierte Erkennung mit weiteren Datenquellen (z.B. Systeminformationen, Umgebungssensoren, Kontextinformationen) verknüpft werden, um Sicherheitsexperten bei der Beurteilung der Situation zu unterstützen.
 
Projekt - Kennung PhD4) Institut für Information Systems Engineering – Forschungsbereich Information und Software Engineering Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Risikomanagement für die Informationssicherheit in industriellen Steuerungssystemen. Existierende Ansätze beruhen in der Regel auf statischen Systemmodellen, die jedoch durch Modifikationen der Anlagen oder eine sich verändernde Bedrohungslage rasch an Aktualität verlieren und häufig eine manuelle Modellierung der Systemumgebung erfordern. Eine solche Arbeitsweise ist sehr zeitintensiv und kann infolge von Fehleingaben zu falsch bewerteten Risiken führen. Das Dissertationsvorhaben will diesen Problemen entgegenwirken, indem anhand unterschiedlicher Datenquellen Cyberrisiken automatisiert identifiziert und bewertet werden. Die Entwicklung neuartiger Monitoring-Methoden ist dabei eine besondere Herausforderung, da die Komponenten für die Datenerhebung nahtlos in bestehende ICS-Umgebungen integrierbar sein sollen. Basierend auf den erhobenen Daten werden automatisiert Risiken aus den Bereichen "Security" und "Safety" identifiziert und analysiert. Weiters sollen Methoden zur Bewertung möglicher Konsequenzen entwickelt, und – basierend auf der qualitativen/quantitativen Risikobeurteilung – adäquate Maßnahmen zur Risikobehandlung vorgeschlagen werden.
 
Projekt - Kennung PhD5) Institut für Computertechnik - Forschungsbereich Systems on Chip Die Sicherheit (im Sinne von „Security”) von Informationsflüssen in Computersystemen wird weitestgehend unter der Annahme gewährleistet, dass der zugrundeliegenden Hardware vertraut werden kann. Diese Annahme kann jedoch nicht ohne Begründung gerechtfertigt werden. Dies ist umso schwerwiegender in cyber-physikalischen Systemen (CPS), wo Security-Auswirkungen unmittelbare Auswirkungen auf die funktionale Sicherheit haben können („Safety”), also Menschenleben gefährdet werden. Ziel des Projektes ist, ein praktikables Software-Tool zu erstellen, mit dem die Wirksamkeit der Methode demonstriert wird. Dabei soll eine Methode entwickelt werden, die es ermöglicht, auf Basis von anwendungsspezifischen Rahmenbedingungen bösartige Hardware zu erkennen. Aufgrund der erwartbaren hohen Stückzahlen von IoT-Geräten im industriellen Umfeld („Industrie 4.0”) und der damit einhergehenden Relevanz für den Wirtschaftsstandort, soll die Methode am Fallbeispiel „Cyber-Physical-Production-System (CPPS)” demonstriert werden.

Ihr Profil:

  • Abschluss eines fachlich passenden Master- oder Diplomstudiums in den Fachrichtungen Informatik, Elektrotechnik oder vergleichbaren Master- oder Diplomstudiums
  • Kenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Ausgezeichnete Englischkenntnisse
  • Interesse an der Forschung im Fachgebiet und an der Arbeit mit Studierenden
  • Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Innovationsfähigkeit sowie Interesse am Interdisziplinären Arbeiten

Zusätzliche Anforderungen der Projekte:
Projekt 1 und 2: Fachrichtung Informationstechnik mit Fokus auf Automatisierungstechnik vorteilhaft sowie vertiefende Kenntnisse im Fachgebiet Automatisierungstechnik, industrielle Kommunikationssysteme und Safety & Security
Projekt 3: Kenntnisse in den Bereichen Kommunikationsnetze (TCP/IP), Analyse von Netzwerkdaten, Machine Learning und Clustering Verfahren sowie gute Programmierkenntnisse
Projekt 4: Interesse an der Erforschung von Industrial Control Systems sowie vertiefende Kenntnisse im Fachgebiet Informationssicherheit
Projekt 5: Grundvoraussetzung sind ausgezeichnete Kenntnisse in Security-Themen, Kenntnisse in Spezifikation, Design und Verifikation von digitalen Hardware-Systemen sowie in den Sprachen: Verilog, SystemVerilog, VHDL und im Umgang mit EDA-Software (vorzüglich Yosys). Ebenso Kenntnisse von Verifiktionstechniken: Simulation, formale Verifikation sowie ausgezeichnete Programmierkenntnisse: C++, Python und Kenntnisse in LaTeX von Vorteil bzw. Arbeitsumgebung in Linux-basierten Systemen wird vorausgesetzt
 

Wir bieten:

  • Vielfältiges und spannendes Aufgabengebiet sowie flexible Arbeitszeitgestaltung
  • Breites internes und externes Weiterbildungsangebot
  • Zentrale Lage sowie gute Erreichbarkeit (U1/U2/U4 Karlsplatz)
Die TU Wien strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber, werden vorrangig aufgenommen, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Wir sind bemüht, Menschen mit Behinderung mit entsprechender Qualifikation einzustellen und fordern daher ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Behindertenvertrauensperson der TU Wien, Herrn Gerhard Neustätter.
Die Entlohnung erfolgt nach dem Mindestentgelt für die Gehaltsgruppe B1 und beträgt bei einem wöchentlichen Beschäftigungsausmaß von 30 Stunden mind. EUR 2.148,40 brutto/Monat. (14 x jährlich)

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 27.02.2020.
[Anmerkung: Die BWF wurde von 23.01 auf 27.02.2020 verlängert]
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Carmen Keck
+43 1 588 01 406201
Technik für Menschen
Die Bewerber und Bewerberinnen haben keinen Anspruch auf Abgeltung angefallener Reise- und Aufenthaltskosten, die aus Anlass des Aufnahmeverfahrens entstanden sind.
Your browser is out of date!

Update your browser to view this website correctly. Update my browser now

×